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Die Arbeit und die Tragödie der Arbeitslosigkeit

Nicht selten organisieren ganze Gesellschaften sich derart falsch, dass einem großen Teil ihrer Mitglieder Unrecht geschieht, von dem ein anderer Teil profitiert.
Im Spätmittelalter hatte man solche Angst vor den höllischen Strafen, dass viele auf die Ablasswerbung hereinfielen und das Lotterleben am päpstlichen Hof finanzierten, während um sie her Elend herrschte. „Ohn' Ablaß von Rom kann man wohl selig werden“, erst Luthers Brandschrift öffnete ihnen die Augen, der Wahn klang ab.





Länger noch war man überzeugt dass es Hexen gäbe, die viel Schlimmes bewirken, dieses Übel gehört mitleidlos ausgerottet. Hunderttausende wurden legal korrekt gefoltert und zu Tode gequält, Ihr Eigentum verfiel an andere. Nur langsam kam man zur Einsicht, dass es Hexerei gar nicht gibt.
Ist unsere Gesellschaft vor ähnlicher Gefahr sicher?
Wir sind nicht klüger als jene Menschen noch schützt uns der wissenschaftlich- technische Fortschritt vor Wahngedanken, das beweisen die mörderischen verrückten Tatsachen dieses blutigen Jahrhunderts.


Seine beiden Hauptverbrechen sind an ihren prinzipiellen Einseitigkeiten zugrunde gegangen. Die Nazis wollten Herren sein und negierten im Prinzip die Menschenwürde aller anderen, die Kommunisten erstrebten im Prinzip die Gleichheit aller Knechte, Herr sollte keiner sein. Beide Ideen mussten scheitern, denn die Polarität von Herrschaft (die aber nicht für sich sondern für das Ganze sorgen soll) und gleicher Würde aller (die aber Gehorsam nicht ausschließt) gilt unaufhebbar. Das derzeit eingespielte System scheint nicht die Wahrheiten beider Verirrungen, sondern ihre Lügen zu kombinieren: Mit den Kommunisten drängt es vernünftige Herrschaft zurück, redet bloß von „Sachzwängen“, wie die Nazis gestattet es den Siegern, die Menschenwürde der Verlierer einfach zu missachten. Wehren wir uns, solange er noch klein ist, gegen diesen Wahnsinn!


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